Ich betone vorab, dass der folgende Text Ideen enthält, die nicht meine sind. Ich versuche hier lediglich, die Leistungen anderer Menschen zu einer Art Schlussfolgerung zu verbinden. Daher steckt der Text voller Anspielungen, die ich bewusst nicht entschlüssele. Wer Lust hat, kann recherchieren ;-).
Aaalso...
Wir sind mittlerweile von einer Technosphäre umgeben, welche alle Vorhersagen weit übertroffen hat und müssen daher beim Nachdenken über die weitere Zukunft von Positionen ausgehen, die 99 % der Menschen derzeit noch als absurd betrachten. Hier ist eine solche Position:
Die Behauptung der „Unmöglichkeit“ einer Zenomaschine, welche in begrenzter Zeit unbegrenzt viel leistet, kann nur so lange aufrechterhalten werden, wie man die Zeit als feste Grösse ansieht – aber genau das ist sie ja nicht! Zeit ist genauso relativ wie der Raum! Zudem hat uns die scheinbar so verrückte Quantenphysik mittlerweile zu einer in der Praxis angewendeten Quantentechnik geführt. Damit wurden die Begrenzungen der Makroebene, auf der wir leben müssen, gesprengt und eine völlig neue Art von Werkzeugen erschlossen.
Das bedeutet, dass wir a) die nötigen Berechnungen auf der Quantenebene durchführen werden, auf der es keine Zeit gibt und deswegen b) auf der Ebene unserer Existenz eben nicht Billionen Jahre warten müssen, bis wir Asimovs „letzte Frage“ beantworten können.
Wir werden vielmehr die Entropie genauso umkehren, wie uns das schon mit dem Altern gelungen ist! Die Zeit rückwärts laufen zu lassen, wird in der Welt nach 2045 ebenso eine Kleinigkeit sein wie heutzutage das Versenden einer Sprachnachricht!
Ausserdem werden bis dahin auch alle anderen Grenzen fallen, etwa die zwischen „belebt“ und „unbelebt“, denn auch dies sind nur Worte, die von unserer Ignoranz geprägt wurden. Lebende Metalle, lebende Steine und Kristalle, lebender Beton usw. werden normal.
Generalisiert,
wir werden NICHT nach dem Schema wachsen, welches die
Kardaschew-Skala
entworfen
hat, sondern mit der Beherrschung der Quantentechnik springen
wir von
der Zivilisation
Typ Null, welche wir derzeit noch sind, direkt zur Superzivilisation.
Wenn wir uns nun vor diesem Hintergrund noch an einer Fiktion versuchen, also ein wenig über das schon Bekannte hinaus vorstossen wollen, muss dies mindestens so klingen:
Es war eine Frau, die bezaubernd hätte aussehen können, aber ihre Kleidung passte nun gar nicht auf ein interstellares Fest. Ein schwarzer Mantel, der das Licht verschluckte und anstatt feiner Tanzschuhe ein Paar Kampfstiefel, dazu ein entschlossenes, ja geradezu grimmiges Gesicht und kurzgeschnittene Haare, in diesem Gesicht schwarze Streifen, die alles sein mochten von Tarnfarbe bis zu kultureller Symbolik – so schritt sie durch einen Teil des Saals und äh, durch zwei der Gäste hindurch…?
Noch ehe die Beobachter ein Wort hervorbrachten, war die Fremde so unerwartet wieder verschwunden wie sie aufgetaucht war.
„Wer um Himmels willen war das denn? Und wie hat sie das gemacht, so aus dem Nichts zu kommen und sich dann wieder äh, aufzulösen?“
Ein zweihundert Jahre alter Mensch von unbestimmbarem Geschlecht schmunzelte. „Oh, nichts weiter. Sie haben nur gerade erlebt, was Interdimensionalität in der Praxis bedeutet.“
„Hä?“
„Das, was wir gerade gesehen haben, war keine Teilnehmerin des Empfangs. Es handelt sich dabei um ein Wesen, das in einer anderen Dimension existiert und mit uns nichts zu tun hat. Die Universen überlagern sich nur gelegentlich und dann können solche Erscheinungen auftreten.“
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